Špica: Kaffee als Zagreber Institution

Samstags zwischen zehn und eins sitzt halb Zagreb in der Innenstadt Kaffee trinken. Das hat einen Namen - špica - und ist keine Freizeitbeschäftigung, sondern eine Institution.

Was špica bedeutet

Man verabredet sich nicht - man geht hin. In der Tkalčićeva, auf dem Cvjetni trg und in der Bogovićeva sind die Terrassen ab zehn Uhr voll, und es geht nicht ums Trinken: Man sieht, wer da ist, bleibt stehen, setzt sich dazu. Ein Kaffee kann zwei Stunden dauern. Wer als Zuzügler in Zagreb Anschluss sucht, findet ihn hier eher als irgendwo sonst.

Der Dolac, direkt darüber

Über dem Hauptplatz liegt seit 1930 der Dolac, Zagrebs Markt unter roten Schirmen. Unten die Fleisch- und Fischhalle, oben Obst, Gemüse und Blumen. Die Kumice, die Marktfrauen aus dem Umland, bringen ihre Ware bis heute selbst - ihnen ist am Eingang ein Denkmal gesetzt. Der Markt schließt gegen 14 Uhr; was gut ist, ist morgens weg.

Advent in Zagreb

Drei Jahre hintereinander - 2016 bis 2018 - wurde Zagrebs Advent zum besten Weihnachtsmarkt Europas gewählt. Der Unterschied zu deutschen Märkten: Er ist über die ganze Innenstadt verteilt, auf Parks, Plätze und den stillgelegten Bahnhofsvorplatz, und läuft abends als Konzertprogramm weiter. Für eine Stadt, die sonst kein Sommerziel ist, ist das die stärkste Saison.

Häufige Fragen

Was ist die Zagreber špica?
Der Samstagvormittag in den Cafés der Innenstadt - ein soziales Ritual, bei dem man sich zeigt und trifft, ohne sich zu verabreden.
Wann hat der Dolac-Markt geöffnet?
Täglich vormittags, Schluss gegen 14 Uhr. Die beste Ware ist früh weg.

Špica: Kaffee als Zagreber Institution gehört zu Zagreb und Umgebung. Dort stehen Lage, Anreise, Preise und was beim Kauf zu beachten ist.