Konoba, Fischerei und Inselküche

Eine echte Konoba hat keine Speisekarte mit Bildern. Sie hat eine Tafel, auf der steht, was heute im Netz war - und wenn es alle ist, ist es alle.

Steinhäuser und Boote in einem Fischerhafen

Was eine Konoba von einem Restaurant unterscheidet

Konoba hieß ursprünglich der Vorratsraum, in dem Wein und Öl lagerten. Daraus wurde die Wirtschaft, die ausschenkte, was das Haus hatte. Die guten sind bis heute so: wenige Gerichte, Fisch nach Gewicht, Wein aus dem Krug, meist eine Familie. Die Preisangabe pro Kilo beim Fisch ist kein Trick - man wählt das Tier aus und es wird gewogen.

Komiža und die Falkuša

Von Komiža auf Vis fuhren die Fischer bis ins 20. Jahrhundert mit der Falkuša, einem schnellen Segelboot mit abnehmbaren Seitenwänden, 45 Seemeilen hinaus nach Palagruža - der entlegensten Insel der Adria. Das Rennen dorthin war ein Wettlauf um die besten Fangplätze. Heute gibt es Nachbauten und ein Museum; der Fischereihafen ist noch einer.

Vis und der Wein, den es nur hier gibt

Vis war bis 1989 militärisches Sperrgebiet und für Ausländer geschlossen. Was wie ein Nachteil klingt, hat die Insel bewahrt: kaum Betonbauten, alte Rebsorten, ein Rhythmus, den es sonst nicht mehr gibt. Die weiße Vugava wächst fast ausschließlich hier.

Häufige Fragen

Woran erkennt man eine gute Konoba?
Kurze Karte, Fisch nach Gewicht, Tagesangebot auf einer Tafel. Bilder auf der Speisekarte sind kein gutes Zeichen.
Warum ist Vis so unverbaut?
Die Insel war bis 1989 militärisches Sperrgebiet und für Ausländer geschlossen. Der Bauboom der 1970er und 80er ging an ihr vorbei.

Konoba, Fischerei und Inselküche gehört zu Kroatische Inseln. Dort stehen Lage, Anreise, Preise und was beim Kauf zu beachten ist.